Chronik des Bezirks Hamburg-West

Die Geschichte des Ältestenbezirk Hamburg-West reicht zurück bis in das Jahr 1874, als in Lurup der erste Gottesdienst im Gebiet des Bezirks gehalten wurde. In den Folgejahren wurden weitere Gemeinden zunächst in den zentralen Stadteilen Hamburgs gegründet. Von 1914 bis 1930 entstanden dann aber in kurzer Zeit mehrere Gemeinden in Hamburg-West.

Der folgende Zeitabschnitt ließ aufgrund der allgemeinen Situation in Deutschland keine weiteren Gemeindegründungen zu und insbesondere auch keine Kirchenneubauten, so dass die existierenden Gemeinden die Gottesdienste mehrheitlich noch in angemieteten Räumen durchführen mussten. Die Situation änderte sich nach dem zweiten Weltkrieg. Weitere Gemeinden wurden möglich und auch notwendig, weil sich die Anzahl der Gemeindemitglieder aufgrund von Flüchtlingsströmen stark erhöhte.

Die Teilung des ehemaligen Ältestenbezirks Groß-Hamburg im Jahr 1946 in Folge dieser Umwälzungen war die Geburtsstunde des Bezirks Hamburg-West. Ab 1949 waren dann alle heutigen Gemeinden vorhanden. Bis 1976 konnten alle Gemeinden mit eigenen Kirchen versorgt werden. Zwischenzeitlich waren aus Platzgründen einige Gemeinden für einige Jahre geteilt worden.

Der Bezirk war viele Jahre bei Aufbau der Gemeinden in Westsibirien und im asiatischen Ural eingebunden. Seit der Selbstständigkeit der russischen Bezirke konzentriert sich die Missionsarbeit nun auf die nördlichen Bereiche Europas von Island bis Finnland.

Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in Norddeutschland werden in 2012 mehrere Gemeinden vereinigt. Ebenfalls wird der bisherige Bezirk Hamburg-West mit einem Teil des alten Bezirks Elmshorn zum aktuellen Bezirk Hamburg-West zusammengeführt.

Der Bezirk Hamburg-West umfasst damit neben den Stadtgemeinden auch mehrere Gemeinden im Westen vom Hamburg und ist einer der größten Bezirke des Bezirksapostelbereichs. Geleitet wird der Bezirk vom Bezirksältesten Backhaus.