Konfirmandenfreizeit Hamburg-West vom 23. – 25.09.2011

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahres 2012 aus dem Bezirk Hamburg-West kamen mit ihren Lehrkräften zu einer mehrtägigen Konfirmandenfreizeit in der Freiluftschule Wittenbergen, ganz in der Nähe der Elbe, zusammen.

Die ersten Kontakte zwischen den Konfirmandinnen und Konfirmanden fielen recht zögerlich aus. Nach dem Bezug der Zimmer und dem gemeinsamen Abendbrotessen unternahmen die Teilnehmer eine Nachtwanderung an den Elbstrand. Spätestens auf dem Rückweg konnten die ersten angeregten Gespräche festgestellt werden. Bevor es zur Nachtruhe ging, wurden die mitgebrachten Gesellschaftsspiele ausprobiert.

Am Samstag war vorgesehen, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden ausschlafen durften – es musste nur der Begriff und die Dauer des „Ausschlafens“ genau festgelegt werden und da gingen die Vorstellungen der Konfirmandinnen und Konfirmanden und der Lehrkräfte teilweise weit auseinander.

Um 10:00 Uhr traf die zweite Vorsitzende der Wedeler Tafel e.V., Frau Kuiter-Pletzer, ein. Das Hauptthema der Konfirmandenfreizeit war die Vorbereitung auf den Erntedankgottesdienst und die Aktion der Neuapostolischen Kirche zu Gunsten der TAFELN unter dem Motto „Teilen tut gut!“. Frau Kuiter-Pletzer berichtete engagiert von der Tätigkeit der Wedeler Tafel e.V. und jede Frage wurde geduldig beantwortet.

Als einen ersten praktischen Beitrag zu der gemeinsamen Aktion „Teilen tut gut!“ hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden jeweils ein bis zwei Artikel mitgebracht, um einen „Konfirmanden-Karton“ zu füllen: ein Glas Marmelade, ein Duschgel, Müsli, Zahnpasta – eine bunte Mischung. Nachdenklich wurden alle Teilnehmer, als sie erfuhren, dass diese für die meisten Teilnehmer selbstverständlich im Haushalt vorhandenen Artikel auf einem Sondertisch bei der Wedeler Tafel zur Verteilung kommen, da es sich um seltene und daher um begehrte Artikel handelt.

Nach dem Mittagessen wurde drei Gruppen gebildet, um verschiedene Themen durchzuarbeiten: „Wie kann ich danken?“ und „Wo wird von Dankbarkeit in der Bibel berichtet?“ – das waren nur einige der Themen. Alle drei Gruppen tagten im Freien, denn es herrschte wunderschönes Spätsommerwetter.

Anschließend war ausreichend Raum für eine persönliche Freizeit vorgesehen, der zum Spaziergang, zum Schlafen, überwiegend aber zum Fußballspielen genutzt wurde. Nach dem Genuss eines leckeren Butterkuchens wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit am späten Nachmittag im Plenum vorgestellt und besprochen. Am Abend war ein Beisammensein bei einem Lagerfeuer in der Köhlerhütte auf dem Gelände vorgesehen. Entgegen der Annahme trat nun keine Müdigkeit ein, sondern es wurden weiter die besten Gesellschaftsspiele des Vorabends fortgesetzt. In einer fröhlichen Runde wurden bis nach Mitternacht die „schwärzesten Geschichten“ vorgetragen.

Beim Frühstück am Sonntag Morgen war es daher ausgesprochen ruhig. Anschließend wurde der Mehrzweckraum zu einem Kirchenraum umgebaut, denn hier sollte der Gottesdienst für die Konfirmandinnen und Konfirmanden stattfinden, zu dem die Eltern eingeladen waren. Vor dem Gottesdienst waren die Teilnehmer eingeladen, ihren persönlichen Dank auf eine Karte zu schreiben. Rund 40 Teilnehmer konnte der Evangelist Andreas Stuffer begrüßen. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 57, 8 zu Grunde: „Mein Herz ist bereit, Herr, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe“ . Singen und loben – Ausdrucksmöglichkeiten der Dankbarkeit, aber Evangelist Stuffer hob hervor, dass sich der Verfasser dieses Psalms gerade auf der Flucht befand und somit kaum ein Grund für eine Dankbarkeit vorhanden schien.

Die Priester André Jappe, Norbert Wulf und Sören Müller unterstrichen in ihren Predigtzugaben, dass es nicht immer einfach ist, auch in schwierigen Situation dankbar zu sein, vielleicht sogar erst einmal zu danken und dann zu bitten.

Der Gesang im Gottesdienst wurde durch eine Gitarre und ein Klavier unterstützt. Es wurde sogar eine selbstverfasste Strophe vorgetragen:

„Danke für diese Konferfreizeit –
Danke, dass ich dabei sein kann –
Danke, für diese wundervolle, schöne Zeit mir Dir!“

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten alle Teilnehmer die zusammengetragenen Karten lesen und feststellen, wofür Andere dankbar sind – oft wurden hier „meine Kinder“ und (umgekehrt) „meine Eltern“ , allgemein „meine Familie“, aber auch „mein Glaube“ und „die tolle Konfirmandenfreizeit“ genannt.

Um 12:00 Uhr kamen die Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Eltern sowie die Lehrkräfte zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen.

Dezent musste kurz vor 13:00 Uhr darauf hingewiesen werden, dass wir das Gelände bis um 13:00 Uhr räumen sollten – sonst hätte dieses Beisammensein noch eine lange Zeit angedauert. Dankbar und mit neuen Eindrücken rund um die Dankbarkeit, aber auch dem guten Gefühl, sich nun viel besser zu kennen, traten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Eltern den Heimweg an.

Schnell wurde noch der Mehrzweckraum wieder zurückgebaut und gereinigt, was auch zu einem großen Lob des Personals der Freiluftschule über diese freundliche, ordentliche Gruppe beitrug: „So sauber erhalten wir die Räume selten zurück - sie waren eine tolle Gruppe!“

© Andreas Stuffer