Bist du bereit?

Mitreißendes Abschlusskonzert und Präsentation des Jugendprojektes zum Thema Armut

Wie kam das alles zustande? Die Jugendlichen aus den Gemeinden Eidelstedt, Finkenwerder und Lurup beschäftigten sich etwa zwei Jahre mit den Fragen: Was bedeutet für dich Armut? Was heißt es, reich zu sein. Ein Thema, das viele Menschen bewegt, Diskussionsstoff bietet und einen neuen Blick auf das eigene Leben schafft.

Aktionen wurden gestartet, wie das Sammeln von Lebensmitteln für Bedürftige, bei dem auch die Gemeinden mit eingebunden wurden. Oder es gab Jugendstunden, die sich mit den Themen „Flüchtlinge“ oder „Obdachlose“ befassten. Interviews im Alltag wurden geführt und so entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung unter dem Motto „Bist du bereit?“ z.B. abzugeben, zu spenden, einen Schlafplatz zu bieten u.v.m. Als biblischer Bezug zu dem Gesamtthema kristallisierte sich im Laufe der Arbeit immer mehr das Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ heraus. Aus den gesammelten Ideen für die Präsentation der Ergebnisse entstand das Konzept für eine schauspielerische Darstellung des Gleichnisses vom „verlorenen Sohn“ in moderner Sprache, das von ausgewählten themenbezogenen Liedern aus der Popmusik von den Jugendlichen umrahmt werden sollte. Dafür wurde ein Chor gebildet, eine Band mit Gitarren, Bass, Klavier und Schlagzeug und weitere Instrumentalisten fanden sich zusammen. Und hervorragende Gesangsolisten wagten sich an sehr anspruchsvolle Songs.

Die Aufführung am Sonntag, dem 10.4.2016, war schauspielerisch niveauvoll und gekonnt und alle Erwartungen an die Musik wurden mit großartigen, sehr gelungenen und tief berührenden Vorträgen weit übertroffen. Die Projektion der Videos von den Befragungen zum Thema komplettierte die Präsentation einer bewegenden und eindrucksvollen Arbeit unserer Jugendlichen, die unser Bezirksältester Grasshoff als Verkündigung des Evangeliums auf jugendliche Art und Weise bezeichnete.

Die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche in Lurup waren begeistert und spendeten zurecht standing ovations. Und nicht nur das. Ganz sicher wurden sie auch zum Nachdenken oder gar zum Umdenken anregt. Das hatte nicht zuletzt eine Auswirkung auf die Spendenfreudigkeit für Bedürftige im Anschluss an die Veranstaltung.